„Berlin Talk“ in Mettlach: Volles Haus für Hoffmann und Bosbach

Mettlach, 12.03.2026

Volles Haus, lebhafte Diskussionen und eine Atmosphäre wie im Bierzelt: Der „Berlin Talk“ des CDU-Kreisverbands Merzig-Wadern lockte am gestrigen Abend rund 100 Bürgerinnen und Bürger in die Abtei-Brauerei in Mettlach. Eingeladen hatte der saarländische CDU-Bundestagsabgeordnete Philip M. A. Hoffmann, der seit fast einem Jahr dem Deutschen Bundestag angehört. Unterstützt wurde er von seiner Kollegin Caroline Bosbach MdB.

Bereits im Vorfeld zeigte sich das große Interesse an der Veranstaltung: 48 Personen hatten sich offiziell angemeldet – gekommen waren mehr als doppelt so viele. Der Raum im Abtei-Bräu war bis auf den letzten Platz gefüllt, einige Gäste mussten sogar stehen. Die Stimmung war lebhaft und erinnerte zeitweise eher an ein bayerisches Bierzelt.

Ein Jahr im Bundestag – Hoffmann zieht Bilanz

Eröffnet wurde der Abend vom saarländischen CDU-Landtagsabgeordneten Stefan Thielen, der die Gäste begrüßte und den Austausch zwischen Politik und Bürgern als „unverzichtbar für eine lebendige Demokratie“ bezeichnete.

Im Anschluss berichtete Hoffmann von seinen ersten Monaten im Bundestag und gab Einblicke in seine Arbeit in Berlin. Dabei zog er eine gemischte Bilanz: „Wir können auf einige Erfolge des vergangenen Jahres zurückblicken, müssen jedoch auch feststellen, dass die notwendigen großen Reformen eher vor uns als hinter uns liegen.“

Der Abgeordnete sprach offen über die Herausforderungen innerhalb der Bundesregierung und richtete einen Appell an den Koalitionspartner: „Ich hoffe, dass unser Koalitionspartner durch das Ergebnis in Baden-Württemberg wachgerüttelt wird und den Mut gewinnt, gemeinsam mit uns die notwendigen Reformen anzugehen.“

Diese Reformen würden nicht ohne Konsequenzen bleiben, machte Hoffmann deutlich: „Das wird auch wehtun – und es muss auch wehtun. Denn das haben tiefgreifende Reformen an sich.“

Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass innerhalb der Regierung die Bereitschaft zu mutigen Entscheidungen vorhanden sei. Dabei erinnerte er auch an frühere Reformpolitik in Deutschland: „Auch wenn Altkanzler Schröder heute sehr umstritten ist, muss man anerkennen, dass er mit seinen mutigen Reformen Deutschlands Wirtschaft gerettet hat. Diesen Mut muss die Koalition jetzt auch zeigen.“

Bosbach wirbt für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit

Nach Hoffmann sprach Caroline Bosbach zu den rund 100 Gästen. Sie betonte, dass Deutschland trotz der von Hoffmann angesprochenen Entlastungen bei den Energiepreisen weiterhin an Wettbewerbsfähigkeit verloren habe.

Auch das Thema innere Sicherheit griff sie auf: „Dobrindt hat geliefert – trotzdem müssen wir in Deutschland noch einiges tun, damit sich jeder wieder überall sicher fühlen kann.“

Bosbach lobte zudem die Arbeit ihres Kollegen im Bundestag und zeigte sich erfreut über den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern: „Politik darf nicht nur in Berlin stattfinden. Sie muss auch hier vor Ort erklärt, diskutiert und hinterfragt werden.“

Im anschließenden Dialog stellten die Besucher zahlreiche Fragen. Die Themenpalette war breit und spiegelte die aktuellen Sorgen vieler Menschen wider.

Wirtschaft, Migration und Pflege im Fokus

Im Mittelpunkt des Abends stand der offene Austausch über zentrale politische Herausforderungen. Diskutiert wurden unter anderem:
• wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Mittelstand und Unternehmen,
• Energiepolitik und Bürokratieabbau,
• Migration und Integration,
• die Situation der Landwirtschaft,
• steigende Pflegekosten,
• Herausforderungen im Gesundheitswesen.

Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt an die beiden Bundestagsabgeordneten zu richten.

Besuch bei Unternehmen im Saarland

Bereits am Nachmittag waren Hoffmann, Bosbach und Thielen gemeinsam im Saarland unterwegs. Auf dem Programm standen Unternehmensbesuche beim Saarlouiser Comic- und Spieleunternehmen X-Comics sowie beim Traditionsunternehmen Villeroy & Boch in Mettlach.

Mit dem Berlin Talk endete schließlich ein politischer Tag ganz im Zeichen des Dialogs zwischen Bundespolitik und den Menschen vor Ort – ein Format, das nach dem großen Andrang wohl auch künftig fortgesetzt werden dürfte.