2.500 neue Stellen für Brüssel sind das falsche Signal zur falschen Zeit
Berlin/Saarlouis, 7. August 2026 – Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philip Hoffmann kritisiert die Pläne der Europäischen Kommission, im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens 2028–2034 rund 2.500 zusätzliche Stellen zu schaffen, scharf.
„Es ist nicht akzeptabel, dass ausgerechnet jetzt neue Stellen in Brüssel geschaffen werden sollen“, so Hoffmann. „Während die Wirtschaft in weiten Teilen Europas stagniert, viele Mitgliedstaaten ihre nationalen Haushalte konsolidieren müssen und auch die Bundesverwaltung Stellen abbaut, kann der Verwaltungsapparat der EU nicht in die entgegengesetzte Richtung wachsen. Das sendet ein völlig falsches Signal an die Bürgerinnen und Bürger.“
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die Pläne bei einem Besuch bei der EU-Ratspräsidentschaft in Dublin bereits deutlich zurückgewiesen und den von der Kommission vorgelegten Haushaltsentwurf für die Jahre 2028 bis 2034 in Höhe von rund 1,76 Billionen Euro als nicht tragbar bezeichnet. Auch neun weitere Mitgliedstaaten – angeführt von Österreich, gemeinsam mit Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, den Niederlanden, Schweden und Tschechien – haben sich in einem gemeinsamen Brief an die Kommission gegen den geplanten Stellenaufwuchs ausgesprochen.
Als Mitglied des Finanzausschusses sowie ständiger Vertreter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages fordert Hoffmann die Kommission auf, ihre Prioritäten neu zu ordnen:
„Wer glaubwürdig für einen schlankeren, effizienteren Verwaltungsapparat eintreten will, kann nicht gleichzeitig Tausende neue Planstellen schaffen. Die EU muss sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren – Binnenmarkt, Außengrenzen, gemeinsame Sicherheit, strategische Wettbewerbsfähigkeit – statt Zuständigkeiten und Personal in der Fläche immer weiter auszubauen. Neue Aufgabenfelder wie Künstliche Intelligenz oder Cybersicherheit lassen sich auch durch interne Umschichtung und Priorisierung abdecken, nicht nur durch zusätzliches Personal.“
Hoffmann verweist zudem auf die finanziellen Auswirkungen für die Nettozahler: Als größte Volkswirtschaft der EU trage Deutschland den mit Abstand höchsten Anteil am EU-Haushalt. Angesichts angespannter nationaler Haushaltslagen brauche es substanzielle Kürzungen statt eines Rekordhaushalts.
